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SDO Relativzahl

Kurzbeschreibung

Der Solar Dynamics Observatory (SDO) Satellit liefert seit August 2010 am HMI Instrumentfr Helioseismologie alle 12 Minuten ein Weisslichtsonnenbild mit 1 Bogensekunden Auflsung. Diese Bilder stehen interessierten Usern per ftp rund 30 Minuten nach ihrer Aufnahme zum Download zur Verfgung. Diese Weisslichtheliogrammeweisenber die ganze Sonnenscheibe eine Auflsung und Bildqualitt auf, welche mit derjenigender erdgebundenen visuellen Aktivittsberwachung am Okular oder 25 cm Projektionsbild vergleichbar ist. Eine der mglichen Nutzungen dieses Archivs besteht darin, das tgliche visuelle berwachungsprogramm der RWG an diesen Aufnahmen durchzufhren, eine andere es fr die externe Validierung der Standardbeobachtungen und zur Entwicklung besserer Kalibriermodelle zu verwenden.

Projektleiter

Dr. Thomas K. Friedli

Beginn

Januar 2011

Ende

29. August 2015

Mitarbeiter

Thomas K. Friedli, Markus Schenker

Beobachtungsprogramme

SDO Relativzahl: Jeden Tag wird am 2048 Pixel Bild von 08:00 UT das RWG Messprogramm durchgefhrt. Von jeder Sonnenfleckengruppe werden Anzahl Flecken, erweiterte McIntosh Klassifikation, Anzahl Penumbren, Anzahl Flecken ausserhalb von Penumberen gezhlt sowie der Positionssektor bestimmt und in einer online Datenbank erfasst.

SDO Kalibrierprogramm: Jeden Tag wird am 2048 Pixel Bild von 08:00 UT das RWG Messprogramm durchgefhrt. Von jeder Sonnenfleckengruppe werden Anzahl Flecken, erweiterte McIntosh Klassifikation, Anzahl Penumbren, Anzahl Flecken ausserhalb von Penumberen gezhlt sowie die heliografische Position und der Positionssektor bestimmt und in einer online Datenbank erfasst.


Testbeobachter

Thomas K. Friedli, Patrick Enderli, Ueli Zutter, weitere werden gesucht.


Meilensteine

Im November 2010 stellte Jonas Schenker am SonnenHck Bilder des SDO vor. Patrick Enderli und Thomas K. Friedli bentzten in der Folge die HMI Weisslichtbilder bei ihren tglichen berwachungsprogrammen als Referenz zur korrekten Bildorientierung. Hierbei fiel ihnen die hervorragene, dank den fehlendenEinflssen der ErdatmosphregleichbleibendeBildqualitt auf, welche eine visuelle Auswertung ab Bildschirm mglich erscheinen liess. Im Mrz 2011 wurden Arbeitsunterlagen kreiert und mit dem sporadischen Testbetrieb begonnen. Im Herbst 2011 zeigte sich, dass die Zhlungen ab dem 2048 Pixelbild mit den Zhlungen am Wolfschen Refraktor weitgehend bereinstimmen. Daraufhin wurde ein allgemeiner Beobachtungsaufruf im ORION verfasst (siehe Materialien) sowie einige Teilprogramme definiert.

Im Dezember 2011 und im Januar 2012 wurde intensiv an einer Webapplikation fr die Dateneingabe gearbeitet. Hierzu wurde eine eigene Website auf einem neuen Anbieter eingerichtet (www.wolfinstitute.ch). Leider fhrte die Betreiberin des HMI in der Folge aber eine Kolorierung des Sonnenbildes sowie eine Flatfieldkorrektur ein. Die originalen Quicklook Bilder mit Randabschattung werden nicht mehr archiviert und stehen nur noch online zur Verfgung. Wir entwickelten in der Folge ein php Script welches auf unserer Homepage die mangelhafte Kolorierung wieder beseitigt. Versuche zeigten, dass die Flatfieldkorrektur auf die Sichtbarkeit der Flecken keinen Einfluss ausbt. Intensive Vergleichsbeobachtungen am Wolfschen Refraktor im Januar und Februar 2012 ergaben, dass Zhlungen von den derart korrigierten 2048 Pixel Bildern in etwa dieselben Fleckenzahlen liefern wie die direkte Zhlung am Okular des Wolfschen Refraktors. Auch ergab sich, dass vom Bild mit 512 Pixel Auflsung in etwa dieselben Zhlungen resultieren wie mit dem Pariser Handfernrohr von Rudolf Wolf.

In den Jahren 2012, 2013 und 2014 wurde an einer biedienerfreundlichen Eingabe gearbeitet, welche im Sommer 2014 zu einem gewissen Abschuss gebracht werden konnte.

Laufende Arbeiten

Gegenwrtig wird die online Dateneingabe noch auf ihre Bedienerfreundlichkeit hin optimiert. Auch fehlt noch eine spezifische Downloadmglichkeit. Allerdings werden die SDO Beobachtungen bereits jetzt in die Gruppen- und Tagesdatnbank der RWG eingespiesen, so dass sie in die Bestimmung der provisorischen Swiss Wolf Numbers einfliessen.

Materialien

Die online Dateneingabe findet sich unter www.wolfinstitute.ch, bedingt jedoch die Vergabe valider Zugangsdaten durch Dr. Thomas K. Friedli.

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